In der spanischen Stadt Ceuta herrscht Not-Stand. In nur einem Tag kamen dort fast 49.000 Migranten an. Ceuta liegt in Nord-Afrika, gehört aber zu Spanien. Die meisten Menschen schwammen von Marokko aus um den Grenz-Zaun herum. Viele nutzten dafür einfache Schwimm-Ringe. Dabei starben mindestens 18 Menschen im Meer.
Die Aufnahme-Zentren in der Stadt sind völlig überfüllt. Hunderte Menschen müssen auf der Straße schlafen. Der Chef von Ceuta, Juan Jesús Vivas, fordert Hilfe aus Madrid. Er möchte, dass die Regierung den Not-Stand ausruft. Spanien schickt jetzt das Militär und mehr Polizisten an die Grenze. Auch in der Stadt Melilla gab es Grenz-Übertritte.
Italien kritisiert Spanien wegen der vielen Ankünfte sehr stark. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni droht mit harten Maßnahmen. Sie will Spanien vielleicht aus dem Schengen-Raum ausschließen. Auch in Deutschland machen sich Politiker Sorgen. Sie fordern einen besseren Schutz der EU-Außen-Grenzen. Die EU hat Spanien Hilfe durch die Grenz-Schutz-Agentur Frontex angeboten.