Das vergangene Weltcup-Wochenende stand im Zeichen wichtiger Qualifikationen und Comebacks für den deutschen Wintersport. In Ruhpolding sicherte sich die Biathletin Selina Grotian durch einen 14. Platz im Verfolgungsrennen die teaminterne Qualifikation für die kommenden Olympischen Winterspiele. Franziska Preuß beendete das Rennen als beste Deutsche auf dem siebten Rang, während die Französin Julia Simon den Sieg davontrug. Bei den Herren überzeugte Justus Strelow als Vierter im Massenstart, den der Norweger Johannes Thingnes Bø für sich entschied.
Parallel dazu standen in Oberhof die Wettbewerbe der Nordischen Kombination im Fokus. Nathalie Armbruster meldete sich nach einer zwischenzeitlichen Disqualifikation am Vortag eindrucksvoll zurück. Sie erreichte am Sonntag den zweiten Platz und stand bereits am Samstag als Dritte auf dem Podium. Trotz dieser Erfolge äußerte Armbruster Kritik an den Rahmenbedingungen ihres Sports; insbesondere die noch fehlende Aufnahme der Nordischen Kombination der Frauen in das olympische Programm sei für die Athletinnen entmutigend.
Die Wettbewerbe wurden von schwierigen Wetterbedingungen begleitet, die den Organisatoren und Sportlern in den verschiedenen Disziplinen, darunter auch Skispringen und Rodeln, einiges abverlangten. Dennoch unterstrichen die Ergebnisse die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Teams in der laufenden Weltcup-Saison.