Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark über den Status Grönlands hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. US-Präsident Donald Trump drohte Dänemark sowie der Europäischen Union mit umfassenden Importzöllen, sollte keine Einigung über eine stärkere US-Präsenz oder den Erwerb der Insel erzielt werden. Trump betonte, dass die strategische Lage Grönlands für die nationale Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung sei.
Diese diplomatischen Spannungen wirken sich bereits unmittelbar auf militärische Operationen aus. Berichten zufolge brachen französische Militärflieger eine Übung über Grönland vorzeitig ab, was Beobachter als Reaktion auf den wachsenden Druck aus Washington deuten. Auch die Bundeswehr ist betroffen: 15 deutsche Soldaten, die im Rahmen internationaler Kooperationen vor Ort stationiert sind, befinden sich inmitten der politischen Fronten. Eine Fortführung der dortigen Aktivitäten gilt unter den aktuellen Vorzeichen als ungewiss.
Parallel dazu verschärft sich der Ton gegenüber der EU. Trump kritisierte die europäische Handelspolitik und verknüpfte künftige Handelsabkommen direkt mit der Kooperationsbereitschaft in der Grönland-Frage. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich besorgt über die Entwicklung und mahnte zur Besonnenheit, während er gleichzeitig die Notwendigkeit einer geschlossenen europäischen Antwort unterstrich. Die US-Luftfahrtbehörde FAA gab zudem Warnungen für zivile Airlines aus, die bestimmte Routen betreffen, was das allgemeine Klima der Verunsicherung im internationalen Reiseverkehr weiter verstärkt.