Am Samstagabend kam es im Berliner Olympiastadion während der Zweitliga-Begegnung zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 zu erheblichen Unruhen. Bereits vor Anpfiff der Partie kam es im Bereich des Gästeblocks zu Zusammenstößen zwischen Schalker Anhängern und den Sicherheitskräften. Berichten zufolge setzte die Polizei dabei Pfefferspray und Schlagstöcke ein, nachdem versucht worden sein soll, eine Absperrung zu durchbrechen.
Die aktive Fanszene von Hertha BSC reagierte auf die Vorfälle mit einer Solidaritätsbekundung. Die Ultras der Berliner verließen aus Protest gegen das polizeiliche Vorgehen geschlossen das Stadion. Auch im Schalker Block wurde der organisierte Support zeitweise eingestellt. Die Partie selbst musste mehrfach unterbrochen werden, da Fans beider Lager Tennisbälle und andere Gegenstände auf den Rasen warfen, um gegen die aktuelle Verbandspolitik der DFL zu protestieren.
Sportlich endete das Spiel nach den langen Unterbrechungen mit einem Unentschieden. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Leistung von Loris Karius, dem Torhüter der Schalker, welcher durch mehrere Paraden den Punktgewinn für die Gäste sicherte. Die Berliner Fanhilfe kritisierte den Polizeieinsatz als unverhältnismäßig und sprach von zahlreichen Verletzten unter den Zuschauern. Die Polizei Berlin hat Ermittlungen zu den Vorfällen aufgenommen.