Die färöische Handball-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft 2026 in Norwegen, Dänemark und Schweden einen historischen Meilenstein erreicht. In ihrem Vorrundenspiel in Oslo besiegten die Färinger die Auswahl aus Montenegro deutlich mit 37:24. Für den Inselstaat, der lediglich etwa 54.000 Einwohner zählt, markiert dieser Erfolg den ersten Sieg in der Geschichte einer EM-Endrunde.
Bereits zur Halbzeit führten die Färinger souverän und ließen im zweiten Durchgang keine Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Getragen wurde das Team von einer außergewöhnlichen Kulisse: Schätzungsweise 5.000 Fans waren aus der Heimat angereist, um ihre Mannschaft in der norwegischen Hauptstadt zu unterstützen. Dies entspricht fast zehn Prozent der gesamten Bevölkerung der Inselgruppe.
Herausragende Akteure auf dem Spielfeld waren erneut der Spielmacher Elias Ellefsen á Skipagøtu sowie der junge Oli Mittún. Beide gelten als Gesichter einer jungen, hochtalentierten Generation, die den färöischen Handball in den letzten Jahren in die europäische Spitze geführt hat. Während Montenegro mit der Dynamik und dem schnellen Umschaltspiel der Färinger überfordert schien, feierten die Spieler nach dem Abpfiff gemeinsam mit ihren Anhängern den deutlichen Erfolg.
Dieser Sieg unterstreicht die beeindruckende Entwicklung des Handballsports auf den Färöer-Inseln. Nachdem das Team bereits bei seinem Debüt im Jahr 2024 mit einem Unentschieden gegen Norwegen für Aufsehen gesorgt hatte, gelang nun der endgültige Durchbruch auf der großen internationalen Bühne.