Die Hotelgruppe Revo, ein bedeutender Akteur auf dem Beherbergungsmarkt in Deutschland und Österreich, hat Insolvenz angemeldet. Insgesamt sind rund 125 Betriebe von der finanziellen Schieflage betroffen. Die Unternehmensgruppe führt ihre wirtschaftlichen Schwierigkeiten unter anderem auf gestiegene Betriebskosten und die Nachwirkungen der Pandemie zurück.
In Österreich sind insbesondere Standorte in Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich von der Pleite betroffen. In Tirol wird für mehrere Häuser ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angestrebt. Ziel sei es, den Betrieb so weit wie möglich aufrechtzuerhalten und eine langfristige Fortführungslösung zu finden. In Vorarlberg sind ebenfalls namhafte Hotelbetriebe Teil des Verfahrens. Die Passiva belaufen sich in den betroffenen Bundesländern auf Millionenbeträge.
In Niederösterreich wurde für einen Standort in Laxenburg bereits ein Insolvenzantrag beim zuständigen Landesgericht Korneuburg eingebracht. Laut ersten Informationen sollen laufende Buchungen und der aktuelle Hotelbetrieb vorerst fortgesetzt werden, sofern die Liquidität für die Fortführung gesichert werden kann. Gläubiger wurden aufgefordert, ihre Forderungen im Rahmen der gesetzlichen Fristen anzumelden. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Häuser durch Investoren gerettet werden können oder endgültig schließen müssen.