Die österreichische Bundesregierung hat eine neue Industriestrategie präsentiert, die darauf abzielt, den heimischen Produktionsstandort langfristig abzusichern. In Anbetracht der globalen wirtschaftlichen Herausforderungen und insbesondere der im internationalen Vergleich hohen Energiekosten in Europa, sieht das Paket Investitionen und Förderungen in Milliardenhöhe vor. Ein zentraler Aspekt der Strategie ist die Transformation der Industrie hin zur Klimaneutralität, wobei staatliche Unterstützungen den Unternehmen bei der Umstellung auf nachhaltige Technologien helfen sollen.
Teil der Maßnahmen ist zudem eine stärkere Fokussierung auf die Unabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen und Energieträgern. Bundeskanzler Karl Nehammer und Vizekanzler Werner Kogler betonten bei der Vorstellung, dass die Industrie das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft bilde und hunderttausende Arbeitsplätze sichere. Um die Abwanderung von Betrieben in Regionen mit niedrigeren Umweltstandards oder Energiekosten zu verhindern, sollen bürokratische Hürden abgebaut und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.
Kritiker und Branchenvertreter mahnten unterdessen an, dass die Umsetzung der Pläne zeitnah erfolgen müsse, um einen spürbaren Effekt auf die Wettbewerbsfähigkeit zu erzielen. Besonders der Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien und die Sicherstellung qualifizierter Fachkräfte werden als essenzielle Säulen für den Erfolg der Strategie betrachtet.