Anhaltende Winterstürme und starke Schneefälle haben in den Alpen zu mehreren tödlichen Unfällen geführt. In Südtirol kam am Freitag eine 31-jährige Deutsche aus Nordrhein-Westfalen ums Leben, als sie im Reinswald-Gebiet im Sarntal von einer Lawine erfasst wurde. Ein begleitender Tourengeher erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus in Bozen gebracht. Ein weiteres Todesopfer wurde aus dem Schnalstal gemeldet, wo ein 52-jähriger Mann ebenfalls von den Schneemassen verschüttet wurde.
Auch in Österreich ist die Situation kritisch. In Vorarlberg starb ein 61-jähriger Wanderer aus Bayern in der Gemeinde Silbertal. Er war gemeinsam mit zwei weiteren Personen im Gebiet Kristberg unterwegs, als sich ein Schneebrett löste. Seine Begleiter wurden schwer verletzt geborgen. In Niederösterreich führten schneeglatte Straßen zu einem schweren Verkehrsunfall. Bei Reith im Bezirk Scheibbs kollidierten zwei Fahrzeuge frontal; für einen 53-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät, ein weiterer Beteiligter wurde schwer verletzt.
Die Behörden warnen eindringlich vor der hohen Lawinengefahr, die in vielen Regionen die Stufe 4 auf der fünfteiligen Skala erreicht hat. Starker Wind und Neuschnee sorgen für extrem instabile Verhältnisse abseits der gesicherten Pisten.