Am geschichtsträchtigen Lauberhorn in Wengen kam es beim ersten Super-G des Wochenendes zu einer sportlichen Überraschung. Der 24-jährige Italiener Giovanni Franzoni sicherte sich mit der Startnummer 1 seinen ersten Sieg im Ski-Weltcup. Franzoni, der in der Vergangenheit an gleicher Stelle schwere Verletzungen erlitten hatte, setzte eine Bestzeit, an der die Favoriten scheiterten.
Hinter dem Italiener belegte der Österreicher Stefan Babinsky den zweiten Platz. Für den 29-jährigen Steirer bedeutete dies in seinem 94. Weltcuprennen die erste Podestplatzierung seiner Karriere. Das Podium wurde durch den Schweizer Franjo von Allmen komplettiert, der knapp hinter Babinsky auf Rang drei fuhr. Der Gesamtweltcup-Führende Marco Odermatt musste sich unter wechselnden Sichtbedingungen mit dem vierten Platz begnügen.
Während in Wengen der Sport im Fokus stand, bereitet sich der Schweizer Skiort Crans-Montana auf die für Ende Januar geplanten Weltcuprennen der Frauen und Männer vor. Nach der verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht, die zahlreiche Todesopfer forderte, wurde nach Beratungen zwischen den Organisatoren, Swiss-Ski und dem Weltverband FIS entschieden, an den Rennen festzuhalten. Die Veranstaltungen sollen jedoch in einem deutlich reduzierten Rahmen stattfinden. Side-Events und Partys im Ortszentrum wurden abgesagt; stattdessen sind Momente des Schweigens und Gedenkens im Zielbereich vorgesehen, um den Opfern Respekt zu zollen.