Der VfB Stuttgart hat zum Abschluss einer intensiven Englischen Woche einen Heimsieg verpasst. Vor 59.500 Zuschauern in der heimischen Arena trennten sich die Schwaben am Sonntag mit 1:1 (0:0) vom 1. FC Union Berlin. Damit versäumte es die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß, vor dem anstehenden Europapokal-Auftritt bei der AS Rom auf den dritten Tabellenplatz der Bundesliga vorzurücken.
In einer zunächst zähen Partie mit vielen Zweikämpfen und wenig Tempo hatten beide Teams im ersten Durchgang Gelegenheiten zur Führung. Während Josha Vagnoman für Stuttgart früh an Union-Torhüter Frederik Rønnow scheiterte, traf Andrej Ilić auf der Gegenseite nach einem Abwehrfehler nur den Pfosten. Nach dem Seitenwechsel agierten die Hausherren druckvoller. In der 59. Minute sorgte Nationalspieler Chris Führich mit einer sehenswerten Einzelaktion für die Stuttgarter Führung.
Die Berliner, die sich gewohnt zweikampfstark präsentierten, gaben sich jedoch nicht geschlagen. In der Schlussphase gelang dem eingewechselten Woo-yeong Jeong der Ausgleich (83. Minute). Besonders pikant: Der südkoreanische Nationalspieler erzielte den Treffer gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. In der verbleibenden Spielzeit drängte Stuttgart zwar erneut auf den Sieg, konnte die kompakte Defensive der Gäste aber nicht mehr überwinden. Für Union Berlin war es das dritte Unentschieden in Folge, womit die Mannschaft von Steffen Baumgart weiterhin einen Platz im gesicherten Mittelfeld belegt.