Die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Produkte aus EU-Staaten zu erheben, hat eine diplomatische Krise ausgelöst. Hintergrund der Drohung ist das Bestreben Trumps, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, was von Dänemark und der EU abgelehnt wird. In einer Reaktion auf die verschärfte Rhetorik warnte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor einer Eskalation zwischen Europa und den USA, die beiden Seiten schaden könnte.
Meloni betonte die Notwendigkeit, den Dialog aufrechtzuerhalten, um einen Handelskonflikt zu vermeiden, der die globale Stabilität gefährden würde. Währenddessen bereiten sich die EU-Mitgliedstaaten in Brüssel auf eine gemeinsame Strategie vor. Kritiker innerhalb der EU bezeichnen das Vorgehen der US-Administration als erpresserisch. Deutsche Politiker, darunter Bundeswirtschaftsministerin Katharina Dröge, forderten eine starke und geschlossene Antwort der Europäischen Union, um dem wirtschaftlichen Druck standzuhalten.
In Deutschland wurde die Taktik Washingtons zudem von Regionalpolitikerinnen wie der thüringischen Wirtschaftsministerin scharf kritisiert, die den Stil der Drohungen mit Szenen aus einem schlechten Western verglich. Die Sorge wächst, dass die transatlantischen Beziehungen durch die Verknüpfung von territorialen Forderungen und Handelspolitik dauerhaft beschädigt werden könnten. Die kommenden Gespräche in Brüssel gelten als richtungsweisend für die künftige Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik des europäischen Bündnisses.