Die Autofahrer in Deutschland und Österreich sehen sich mit massiv steigenden Kraftstoffpreisen konfrontiert. Am Mittwochmorgen überschritt der Preis für einen Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt die Marke von zwei Euro. Experten führen diese Entwicklung vor allem auf die jüngsten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zurück, die den globalen Rohölpreis in die Höhe trieben.
Angesichts der hohen Belastung für Pendler und Logistikunternehmen werden Rufe nach politischem Handeln laut. Interessenverbände fordern eine vorübergehende Aussetzung der Energiesteuer oder eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Die Bundesregierung reagierte bisher zurückhaltend auf diese Vorschläge und verwies auf bestehende Entlastungspakete.
Um die Kosten individuell zu senken, raten Experten zu einer bewussten Wahl der Tankzeiten und -orte. In der Regel seien die Preise in den Abendstunden zwischen 18:00 und 22:00 Uhr am niedrigsten, während sie in den Morgenstunden ihren Höchststand erreichen. Zudem ließen sich durch die Nutzung von Vergleichs-Apps und das Meiden von Autobahntankstellen erhebliche Beträge einsparen. Auch eine vorausschauende Fahrweise könne den Verbrauch und damit die Ausgaben spürbar reduzieren.