Der Konflikt im Nahen Osten hat am Wochenende eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die Vereinigten Staaten und Israel haben im Rahmen der „Operation Epische Wut“ (US-Bezeichnung) beziehungsweise „Brüllender Löwe“ (israelische Bezeichnung) massive Luftangriffe auf Ziele im Iran durchgeführt. Berichten zufolge wurde dabei das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, getötet. US-Präsident Donald Trump forderte die iranische Bevölkerung auf, die Gelegenheit für einen Regimewechsel zu nutzen, während Teheran mit Vergeltungsschlägen drohte und die strategisch wichtige Straße von Hormus teilweise abgeriegelt haben soll.
In Deutschland hat der Nationale Sicherheitsrat unter Leitung von Bundeskanzler Friedrich Merz getagt. Merz erklärte, dass zwar aktuell keine „sehr große Gefährdung“ für das Bundesgebiet vorliege, die Sicherheitsbehörden jedoch höchst wachsam seien. Insbesondere der Schutz jüdischer, israelischer und amerikanischer Einrichtungen wurde verstärkt. Geheimdienstexperten warnen vor möglichen verdeckten Operationen iranischer Schläferzellen oder Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen als Reaktion auf die Militärschläge.
Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits an den Börsen spürbar. Die Preise für Rohöl und Gold stiegen sprunghaft an, während Aktienindizes wie der DAX Verluste verzeichneten. Anleger suchen verstärkt Sicherheit in Sachwerten, da eine anhaltende Blockade wichtiger Transportwege die Inflation befeuern könnte. Unterdessen forderte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther vom Bund mehr Klarheit und Unterstützung für deutsche Urlauber, die aufgrund von Flugstreichungen und Flughafenschließungen in der Region festsitzen.
Auf internationaler Ebene kündigten die Demokraten im US-Kongress an, die Kriegsvollmachten des Präsidenten einschränken zu wollen. In Großbritannien genehmigte Premierminister Keir Starmer die Nutzung britischer Stützpunkte für defensive Zwecke, woraufhin eine RAF-Basis auf Zypern Ziel eines Drohnenangriffs wurde.