In der Handball-Bundesliga ist dem TVB Stuttgart eine sportliche Überraschung gelungen. Die Schwaben besiegten am Donnerstagabend den Rekordmeister THW Kiel mit 32:27 (14:16) und feierten damit im 22. Anlauf ihren ersten Bundesliga-Sieg gegen die Norddeutschen. Vor 6.212 Zuschauern in der heimischen Porsche-Arena wandelte Stuttgart einen Pausenrückstand in einen deutlichen Erfolg um.
Die Partie gestaltete sich zunächst ausgeglichen, wobei der THW Kiel mit einer knappen Führung in die Kabine ging. In der zweiten Halbzeit kippte die Begegnung jedoch zugunsten der Gastgeber. Nach einem Zwischenstand von 20:20 in der 42. Minute gelang Stuttgart ein entscheidender 8:1-Lauf. Kiel leistete sich in dieser Phase zahlreiche Fehlwürfe und Ballverluste, die konsequent bestraft wurden.
Herausragender Akteur aufseiten der Stuttgarter war der ehemalige Nationalspieler Kai Häfner, der mit zehn Treffern bester Werfer seiner Mannschaft war. Ihm folgten Simone Mengon und Jakob Nigg mit jeweils sieben Toren. Für den THW Kiel war Lukas Zerbe mit fünf Treffern am erfolgreichsten. Kai Häfner erreichte zudem einen historischen Meilenstein, indem er als erst vierter Spieler der Ligageschichte die Marke von 2.000 Feldtoren überschritt.
Für die Mannschaft von Trainer Filip Jicha bedeutet dieses Ergebnis den nächsten Rückschlag im Kampf um die Qualifikation für die Champions League. Nach der vorangegangenen deutlichen Niederlage gegen den VfL Gummersbach verliert der THW Kiel weiter an Boden gegenüber der Tabellenspitze. Stuttgart hingegen festigte mit diesem Erfolg seine Position im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.