US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Entlassung seiner Heimatschutzministerin Kristi Noem bekannt gegeben. Als ihr Nachfolger wurde der Senator aus Oklahoma, Markwayne Mullin, nominiert, der das Amt zum 31. März übernehmen soll. Noem stand zuletzt unter erheblichem Druck, insbesondere wegen ihrer Handhabung der Einwanderungspolitik und der Katastrophenhilfe. Berichten zufolge soll sie zudem in Kongressanhörungen sowohl von Demokraten als auch von Republikanern scharf kritisiert worden sein. Trump bezeichnete den Schritt als Versetzung und kündigte an, Noem zur Sonderbotschafterin für eine neue Sicherheitsinitiative namens „The Shield of the Americas“ zu ernennen.
Parallel dazu verschärfen sich die transatlantischen Spannungen. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verweigerte den USA die Nutzung spanischer Stützpunkte für Militäroperationen gegen den Iran. Trump reagierte darauf mit der Drohung, den Handel mit Spanien vollständig einzustellen. Sánchez begründete seine Haltung mit dem Schutz internationaler Rechtsprinzipien und warnte vor einer weiteren Destabilisierung des Nahen Ostens. Er betonte, Spanien werde sich nicht an einem aus seiner Sicht ungerechtfertigten Krieg beteiligen.
Diese Entwicklungen waren auch Thema in der deutschen Politik. In der ZDF-Talkshow „maybrit illner“ kritisierte der Grünen-Politiker Omid Nouripour das Vorgehen des US-Präsidenten als planlos. Er bemängelte zudem, dass Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch in Washington nicht deutlich genug Solidarität mit dem EU-Partner Spanien gezeigt habe, nachdem Trump wirtschaftliche Vergeltungsmaßnahmen angedroht hatte.