Im US-Senat ist eine Resolution gescheitert, die darauf abzielte, die vierteiligen Militäroperationen gegen den Iran ohne ausdrückliche Zustimmung des Kongresses zu stoppen. Mit einer knappen Mehrheit von 53 zu 47 Stimmen lehnten die Senatoren den Entwurf ab, der vom demokratischen Senator Tim Kaine eingebracht worden war. Während fast alle Demokraten für die Einschränkung der präsidialen Kriegsvollmachten stimmten, wurde das Vorhaben von der republikanischen Mehrheit blockiert. Lediglich der Republikaner Rand Paul schloss sich den Demokraten an, während der Demokrat John Fetterman gegen die Resolution stimmte.
Hintergrund des parlamentarischen Streits ist die am 28. Februar 2026 begonnene Militäroffensive „Operation Epic Fury“, die von den USA und Israel gemeinsam geführt wird. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte zeitgleich mit der Abstimmung, dass der Einsatz nun in eine zweite, noch intensivere Phase eintrete. Ziel sei die vollständige Kontrolle über den iranischen Luftraum innerhalb weniger Tage. Die bisherigen Angriffe hätten bereits signifikante Teile der iranischen Raketeninfrastruktur und der Seestreitkräfte zerstört.
Präsident Donald Trump rechtfertigte das Vorgehen damit, dass der Iran kurz vor der Erlangung von Atomwaffen gestanden habe und eine unmittelbare Bedrohung darstelle. Kritiker im Senat bemängelten hingegen das Fehlen einer klaren Strategie und warnten vor einem langwierigen Konflikt in der Region. Die militärische Eskalation folgt auf gescheiterte Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Genf und den Tod des geistlichen Oberhaupts Ali Khamenei bei einem früheren Angriff.