In Kärnten und der Steiermark ist es aktuell sehr trocken. Im April fiel regional bis zu 85 Prozent weniger Regen. In der Südost-Steiermark gab es stellenweise gar keinen Niederschlag. Viele Pflanzen wachsen deshalb nicht mehr richtig. Experten fürchten nun große Verluste bei der Ernte. Das Defizit beim Getreide könnte bis zu 70 Prozent betragen. Auch beim ersten Gras-Schnitt gibt es massive Ausfälle. Es fehlt deshalb an Futter für die Tiere. Manche Bauern müssen ihre Rinder vielleicht bald verkaufen. Die Feuer-Wehr muss bereits Wasser zu einigen Höfen bringen. Viele Quellen sind nämlich schon versiegt.
Siegfried Huber ist der Präsident der Land-Wirtschafts-Kammer in Kärnten. Er fordert nun schnelle Hilfe von der Politik. Er will 9.000 Hektar Bio-Diversitäts-Flächen für die Bauern freigeben. Dort könnten die Tiere dann fressen. Auch die Wälder leiden stark unter der Hitze. Es besteht eine hohe Gefahr für Wald-Brände. Außerdem verbreiten sich Schädlinge wie der Borken-Käfer schneller. In der Zukunft brauchen die Bauern bessere Systeme zur Bewässerung. Aktuell verbieten strenge Gesetze oft die Wasser-Entnahme aus Flüssen. Das Klima ändert sich spürbar.