Ingrid Thurnher bleibt nur bis Ende 2026 ORF-Chefin. Sie bewirbt sich nicht für die Zeit von 2027 bis 2031. Das hat sie der Belegschaft in einer E-Mail geschrieben.
Thurnher möchte in ihrer restlichen Zeit wichtige Reformen umsetzen. Sie will Fehler aus der Vergangenheit aufarbeiten. Dafür braucht sie nach eigenen Worten Freiheit. Sie möchte nicht taktieren müssen.
Manche Entscheidungen könnten laut Thurnher wehtun. Es könne auch Widerstand geben. Ein Transparenz-Beirat prüft gerade Fehl-Verhalten von früher. Den Bericht dazu gibt es noch vor dem Sommer.
Die Politik soll sich aus der Wahl heraushalten. Das fordert Thurnher deutlich. Der ORF gehört dem Publikum und nicht der Politik. Am 11. Juni wählt der Stiftungs-Rat die neue Leitung.
Andere Personen haben sich bereits beworben. Dazu gehört die Journalistin Sonja Sagmeister. Auch Clemens Pig wird als Kandidat genannt. Thurnher will die neue Leitung beim Start unterstützen.
Der ORF muss in Zukunft viel Geld sparen. Es geht um 70 bis 90 Millionen Euro pro Jahr. Thurnher möchte dafür im Sommer Pläne machen. Sie arbeitet bis zum 1. Januar mit voller Kraft weiter.