Im Iran gibt es immer mehr Hinrichtungen. Das berichtet die Organisation Amnesty International. Im letzten Jahr starben über 2.000 Menschen durch die Todes-Strafe. Das ist die höchste Zahl seit 35 Jahren. Experten sagen: Die Regierung nutzt die Gewalt gegen das eigene Volk. Sie will damit Proteste im Keim ersticken.
Besonders oft trifft es Menschen nach Protesten. Ein Beispiel ist Mehrab Abdollahsadeh. Er wurde im Mai gehängt. Man warf ihm vor, ein Mitglied einer Miliz getötet zu haben. Er sagte vor seinem Tod: Mein Geständnis wurde durch Folter erpresst. Ich bin unschuldig. Auch die Vereinten Nationen kritisieren die Lage im Iran scharf.
Am Mittwoch steht ein bekannter Künstler vor Gericht. Der Regisseur Jafar Panahi kämpft gegen eine Haft-Strafe. Er gewann wichtige Preise für seine Filme. Man wirft ihm Propaganda gegen das System vor. Er war für kurze Zeit im Ausland. Trotz drohender Haft kehrte er in den Iran zurück. Nun hofft er auf ein faires Urteil.