Vertreter der Taliban waren zu Besuch in Brüssel. Es war das erste Treffen dieser Art seit 5 Jahren. Die EU-Kommission empfing die Männer zu Gesprächen. Auch Beamte aus 15 Ländern der EU waren dabei.
Es ging vor allem um Abschiebungen nach Afghanistan. Die EU will Straftäter schneller zurückschicken können. Auch Menschen, die eine Gefahr sind, sollen das Land verlassen. Dafür brauchen die Länder Hilfe von den Taliban.
Die Taliban fordern im Gegenzug mehr Hilfe für ihre Bürger. Sie wollen in Europa wieder Pässe ausstellen können. Das nennt man konsularische Dienste. Das afghanische Außen-Ministerium sprach von einer Reise mit Geschichte.
Die EU nennt die Treffen Gespräche auf technischer Ebene. Das bedeutet: Nur Fach-Leute sprechen miteinander. Keine hohen Politiker treffen sich offiziell. Die EU erkennt die Taliban nicht als echte Regierung an.
Viele Menschen kritisieren diese Treffen sehr stark. Die Taliban verletzen in ihrer Heimat die Menschen-Rechte. Sie unterdrücken Frauen und verbieten Mädchen die Bildung. Kritiker sagen: Die Treffen helfen den Taliban bei ihrer Werbung.
Auch Deutschland möchte mehr Menschen nach Afghanistan abschieben. Dafür sollen bald mehr Diplomaten der Taliban nach Deutschland kommen. Sie sollen helfen, die Identität von Menschen festzustellen. So kann man schneller Reise-Papiere erstellen.