In Tschechien gibt es großen Protest. Tausende Mitarbeiter von Medien-Häusern streiken einen Tag lang. Sie arbeiten beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Rundfunk. Viele Sendungen fingen am Montag später an. Moderatoren trugen schwarze Kleidung als Zeichen für Trauer. Auch im Internet gab es weniger Nachrichten als sonst.
Die Regierung unter Andrej Babiš will Gesetze ändern. Sie möchte die Rundfunk-Gebühren ganz abschaffen. Bisher zahlen Haushalte jeden Monat Geld für Radio und Fernsehen. Bald soll das Geld direkt vom Staat kommen. Die Medien-Häuser sollen zudem viel weniger Geld erhalten. Experten rechnen mit bis zu 15 Prozent weniger Budget.
Viele Menschen haben Angst um die Freiheit der Medien. Sie denken: Wenn der Staat zahlt, bestimmt die Politik die Nachrichten. Die Chefs der Sender befürchten viele Entlassungen. Bis zu 700 Menschen könnten ihre Arbeit verlieren. Präsident Petr Pavel kritisiert die Pläne ebenfalls. Er findet das alte System gut.