An Schulen in Österreich gilt ein neues Gesetz. Mädchen unter 14 Jahren dürfen kein Kopf-Tuch mehr tragen. Das Verbot gilt seit dem 1. September. In Wien und Nieder-Österreich fängt die Schule am 7. September an. In anderen Bundes-Ländern startet sie am 14. September.
Bildungs-Minister Christoph Wiederkehr glaubt an einen ruhigen Start. Er denkt: Nur wenige Mädchen halten sich nicht an das Gesetz. Die Lehrer sprechen zuerst mit den Mädchen. Danach spricht die Schule mit den Eltern. Das Ziel ist der Schutz der Mädchen. Sie sollen ohne Druck von Religion aufwachsen.
Halten sich Eltern nicht an das Verbot? Dann müssen sie eine Strafe zahlen. Die Strafe kostet bis zu 800 Euro. Manche Politiker fordern sogar höhere Strafen bis 2.500 Euro. Die Bildungs-Direktionen zählen in Zukunft alle Verstöße genau mit.
Es gibt aber auch Kritik am Gesetz. Die Gleich-Behandlungs-Anwaltschaft warnt vor Rassismus. Sie fürchtet: Das Gesetz könnte muslimische Kinder ausgrenzen. Auch die Islamische Glaubens-Gemeinschaft ist kritisch. Sie sagt: Die Schule darf nicht ohne Eltern mit den Kindern über das Kopf-Tuch sprechen. Der Minister sagt: Das stimmt nicht.
Für den 9. Oktober ist ein Schul-Streik geplant. Verschiedene Gruppen rufen zum Protest gegen das Verbot auf. Darunter ist auch die Sozialistische Jugend. Der Verfassungs-Gerichts-Hof muss das Gesetz noch prüfen. Schon früher gab es ein Verbot für Volks-Schulen. Die Richter hoben es damals wieder auf.