Die Schweizer haben über die Neutralitäts-Initiative abgestimmt. Das Ergebnis ist deutlich. Rund 71 Prozent stimmten mit Nein. Die Initiative wollte die Neutralität strenger machen. Sie sollte fest in der Verfassung stehen. Das Stimm-Volk lehnte dies aber ab.
Die Initiative verlangte eine immer-währende und bewaffnete Neutralität. Die Schweiz hätte keinen Militär-Bündnissen beitreten dürfen. Auch eine Zusammenarbeit mit solchen Bündnissen wäre verboten gewesen. Das sollte nur bei einem eigenen Angriff anders sein. Zudem wollte die Initiative wirtschaftliche Sanktionen fast ganz verbieten.
Hinter der Initiative standen die Partei SVP und Christoph Blocher. Sie finden: Die Schweiz muss sich aus allen Konflikten heraushalten. Sie kritisierten, dass die Schweiz Sanktionen gegen Russland übernommen hat. Für sie ist die Schweiz dadurch keine neutrale Vermittlerin mehr.
Der Bundes-Rat und das Parlament waren gegen die Initiative. Auch fast alle anderen Parteien sagten Nein. Sie wollen den Handlungs-Spielraum behalten. Die Schweiz muss mit anderen Ländern zusammenarbeiten können. Nur so bleibt das Land sicher. Eine starre Neutralität würde der Schweiz schaden.