Der Vorarlberger Jonas Müller hat seine Dominanz im Rennrodel-Einsitzer bei der 57. FIL-Europameisterschaft in Oberhof, Thüringen, erneut bewiesen. Der 28-Jährige holte sich am Samstag die Goldmedaille. Damit gewann er seinen dritten EM-Titel in Folge, nachdem er bereits 2024 in Innsbruck-Igls und 2025 in Winterberg gewonnen hatte. Mit diesem Erfolg übernahm Müller auch die Führung im Gesamtweltcup.
Der Wettbewerb wurde im Race-in-Race-Modus ausgetragen. Das bedeutet, die Ergebnisse des Weltcups wurden gleichzeitig für die EM-Wertung genutzt. Müller gewann mit zwei fehlerfreien Läufen und einer Gesamtzeit, die ihn knapp vor der deutschen Konkurrenz platzierte. Der 36-jährige Felix Loch aus Berchtesgaden wurde Zweiter mit einem Rückstand von 0,091 Sekunden. Er verpasste damit knapp seinen vierten EM-Titel.
Der Lokalmatador Max Langenhan komplettierte das Podium auf Platz drei mit einem Rückstand von +0,275 Sekunden. Er zeigte sich aber selbstkritisch wegen eines Fehlers im ersten Lauf. Weitere österreichische Athleten folgten auf den vorderen Plätzen: David Gleirscher wurde Fünfter, gefolgt von Wolfgang Kindl und Nico Gleirscher. Die deutschen Starter David Nößler und Timon Grancagnolo belegten die Plätze neun und zehn.
Für die Elite des Rennrodelns dienten die Titelkämpfe in der Thüringer Eisarena als wichtige Orientierung vor den Olympischen Winterspielen, die im Februar in Cortina d'Ampezzo stattfinden.