Im Iran lockern die Sicherheitsbehörden die strengen Sperren für die Kommunikation etwas. Das kommt, nachdem es heftige Unruhen im Land gab. Berichte sagen, dass man jetzt wieder landesweit SMS verschicken darf. Diese Sperre war wegen der Proteste eingeführt worden. Die Behörden sagen, die Lage sei jetzt unter Kontrolle. Aber: Der Zugang zum Internet aus dem Ausland ist in vielen Teilen des Landes immer noch stark eingeschränkt.
Trotzdem gehen die Proteste weiter. In der Hauptstadt Teheran und in vielen anderen Gebieten sind die Menschen immer noch unzufrieden mit der Regierung der Geistlichen. Man hört Berichten zufolge in einigen Straßen wieder Rufe wie 'Tod dem Diktator'. Dieser Ruf richtet sich direkt gegen den höchsten religiösen Führer des Landes. Die Proteste fingen wegen schlechter Wirtschaftslage und steigender Preise an. Sie sind aber zu einer großen Bewegung geworden, die grundlegende Änderungen oder den Sturz des Systems fordert.
Auch international gibt es Unterstützung für die Proteste. In Wien trafen sich viele Menschen auf dem Stephansplatz. Sie zeigten damit ihre Solidarität mit den Menschen im Iran. Die Demonstrierenden forderten ein Ende der Unterdrückung. Sie machten auch auf die gewaltsame Auflösung der Proteste im Iran aufmerksam. Menschenrechtsgruppen berichten, dass seit Ende Dezember viele Menschen verhaftet wurden oder gestorben sind.