Die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump hat personelle Weichenstellungen für die Zukunft des Gazastreifens vorgenommen. Wie das Weiße Haus mitteilte, wurde ein Gremium mit dem Namen „Friedensrat“ ins Leben gerufen, das die Implementierung eines Friedensplans für die Region unterstützen soll. Zu den prominentesten Mitgliedern gehört der ehemalige britische Premierminister Tony Blair.
Blair soll in diesem Gremium eine zentrale Rolle bei der Koordinierung des Übergangs übernehmen. Ziel sei es, die Regierungsführung und den Wiederaufbau im Gazastreifen nach dem Ende der aktiven Kampfhandlungen zu organisieren. Neben Blair wurde auch Jared Kushner, der Schwiegersohn des US-Präsidenten, in den Rat berufen. Kushner war bereits in Trumps erster Amtszeit maßgeblich an diplomatischen Initiativen im Nahen Osten beteiligt.
Die Ernennung Blairs wird von Beobachtern als Versuch gewertet, internationale Expertise und diplomatische Erfahrung in den US-geführten Prozess einzubinden. Blair war bereits in der Vergangenheit als Sondergesandter des Nahost-Quartetts tätig. Die Aufgabe des neuen Rates bestehe darin, die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern zu intensivieren und eine stabile Ordnung im Gazastreifen zu etablieren, um langfristigen Frieden zu ermöglichen.