Nach den jüngsten schweren Raketenangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur vermeldet die Stadtverwaltung von Kiew Fortschritte bei der Wiederherstellung der Grundversorgung. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass die Fernwärmeversorgung für einen signifikanten Teil der Wohnblöcke im Stadtgebiet wieder aufgenommen werden konnte. Die Techniker arbeiteten unter Hochdruck daran, die verbliebenen Lücken im Wärmenetz zu schließen, die durch die gezielten Beschüsse entstanden waren.
Die Situation der Energieversorgung bleibt jedoch angespannt. Obwohl die Heizungen in vielen Haushalten wieder funktionieren, kommt es weiterhin zu geplanten und ungeplanten Stromausfällen, um das nationale Stromnetz zu stabilisieren. Die Angriffe hatten zuvor weite Teile der Hauptstadt sowie andere Regionen der Ukraine in Dunkelheit und Kälte gestürzt. Der Fokus der Reparaturmaßnahmen liegt neben der Wärmeversorgung auch auf der Sicherstellung der Wasserzufuhr und der Stabilisierung der Elektrizitätswerke.
International wird die Strategie, zivile Infrastruktur im Winter anzugreifen, scharf kritisiert. Die ukrainische Regierung bemüht sich parallel zu den Instandsetzungen um zusätzliche Luftabwehrsysteme und technische Hilfe aus dem Ausland, um künftige Schäden zu minimieren. Die Einwohner Kiews wurden dazu aufgerufen, weiterhin Energie zu sparen, um die Belastung für das teilweise instabile Netz so gering wie möglich zu halten.