In Syrien haben sich die militärischen Auseinandersetzungen am Sonntag massiv verschärft. Berichten zufolge rückte die syrische Armee im Nordwesten des Landes weiter vor und meldete die Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Deir Hafer östlich von Aleppo. Parallel dazu kam es zu schweren Gefechten zwischen Regierungstruppen und kurdischen Einheiten. Im Zuge dieser Eskalation sprengten kurdische Kämpfer zwei Brücken über den Euphrat, um den Vormarsch der Armee in Richtung ihrer Kontrollgebiete zu verlangsamen.
Die kurdischen Kräfte versuchen laut Beobachtern, ihre Stellungen gegen die Offensive der Zentralregierung zu verteidigen. Die Lage in der Region bleibt unübersichtlich, da verschiedene Akteure um die Kontrolle über Schlüsselpositionen im Norden und Osten des Landes ringen. Währenddessen zeigt eine aktuelle Analyse der Situation syrischer Geflüchteter in Deutschland eine deutliche Tendenz: Trotz des Machtwechsels in Damaskus und dem Sturz von Baschar al-Assad streben viele Syrer verstärkt die deutsche Staatsbürgerschaft an. Eine Rückkehr in die Heimat scheint für einen Großteil der in Deutschland lebenden Gemeinschaft derzeit keine bevorzugte Option zu sein, da die Sicherheitslage und die politische Zukunft Syriens weiterhin als instabil eingeschätzt werden.