Die Wiener Polizei fahndet derzeit öffentlich nach einem mutmaßlichen Betrüger, der durch sogenannte Rip-Deals erhebliche Summen erbeutet haben soll. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien zeigen ein professionelles Vorgehen, das sich über mehrere europäische Städte erstreckt.
Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, im Februar 2024 einen 53-jährigen Mann in Wien kontaktiert zu haben. Unter dem Vorwand eines Goldankaufs lockte er das Opfer zu einem Treffen in Mailand. Dort kam es zum Austausch von echten Goldmünzen gegen Falschgeld. Das Opfer erlitt dadurch einen Schaden im unteren sechsstelligen Euro-Bereich. Ein zweiter Fall ereignete sich im Mai 2024, wobei ein 45-jähriger Mann bei einem vermeintlichen Immobiliengeschäft um einen mittleren sechsstelligen Betrag betrogen wurde.
Bei dieser Form des Vorauszahlungsbetrugs spiegeln die Täter oft lukrative Geschäfte vor und verlangen Gebühren oder Provisionen in bar. Die Polizei hat Lichtbilder des Verdächtigen veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Gleichzeitig wird davor gewarnt, bei außergewöhnlich profitablen Angeboten Bargeldtransaktionen an öffentlichen Orten oder im Ausland zuzustimmen.