Am Freitagnachmittag ereignete sich im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek ein schwerwiegender Unfall an einem Bahnübergang. Ein Güterzug prallte gegen einen Gelenkbus der Hamburger Hochbahn, der sich zu diesem Zeitpunkt auf den Gleisen befand. Nach aktuellen Erkenntnissen forderte das Unglück ein Todesopfer; ein Fahrgast des Busses verstarb trotz sofortiger Reanimationsversuche noch am Unfallort.
Die Zahl der Verletzten wird auf rund 15 Personen geschätzt, wobei die Angaben je nach Schweregrad der Verletzungen variieren. Mehrere Personen wurden zur stationären Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht, während weitere Beteiligte ambulant versorgt wurden. Auch der Lokführer des Güterzuges sowie der Busfahrer mussten medizinisch betreut werden und erlitten teils schwere Schocks.
Die Unfallursache ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Es wird untersucht, weshalb der Bus auf dem Bahnübergang zum Stehen kam und ob technische Defekte oder menschliches Versagen vorlagen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot, mehreren Rettungswagen und Notärzten vor Ort. Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Stade musste für die Bergungsarbeiten und die Unfallaufnahme für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Ein Kriseninterventionsteam übernahm die psychologische Betreuung der Augenzeugen und Angehörigen.