Trotz der tragischen Ereignisse in der Nacht zum Freitag werden die Ski-Weltcup-Rennen der Damen in Crans-Montana wie geplant stattfinden. Diese Entscheidung traf der Weltskiverband FIS nach intensiven Beratungen mit den lokalen Behörden und dem Organisationskomitee. Ein Sprecher erklärte, dass die Fortführung der Veranstaltung auch im Sinne einer Rückkehr zur Normalität stehe, wenngleich das Rahmenprogramm deutlich reduziert und eine Gedenkminute für die Opfer abgehalten werde.
Bei dem Großbrand eines Personalhauses, in dem vorwiegend Saisonkräfte und Mitarbeiter des Skigebiets untergebracht waren, kamen nach aktuellem Stand mehrere Menschen ums Leben. Die Feuerwehr konnte den Brand erst nach Stunden unter Kontrolle bringen; das Gebäude wurde durch die Flammen weitgehend zerstört. Die Identifizierung der Toten gestaltet sich schwierig, da das Gebäude laut Berichten stark einsturzgefährdet ist. Unter den Opfern sollen sich auch junge Saisonarbeiter befinden, darunter Berichten zufolge ein junger Mann aus Italien.
In den sozialen Medien und Medienberichten mehren sich die persönlichen Schilderungen von Überlebenden und Angehörigen. So soll eine junge Frau namens Jessica eine Mitbewohnerin gewarnt haben, während andere Bewohner versuchten, sich durch Sprünge aus den Fenstern zu retten. Die Ermittlungsbehörden des Kantons Wallis haben eine Untersuchung eingeleitet, um die genaue Brandursache zu klären. Dabei stehen auch Sicherheitsvorkehrungen und der bauliche Zustand des Gebäudes im Fokus der Ermittler. Die Betroffenheit im Ort und unter den Weltcup-Teilnehmerinnen ist groß, viele Athletinnen äußerten ihr tiefes Mitgefühl für die Hinterbliebenen.