US-Präsident Donald Trump hat einen weiteren Schritt zur Umsetzung seines Friedensplans für den Gazastreifen unternommen. Am Samstag wurde bekannt, dass er den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi eingeladen hat, als Gründungsmitglieder dem sogenannten „Board of Peace“ (Friedensrat) beizutreten. Während das türkische Präsidialamt den Erhalt der Einladung bestätigte, teilte das ägyptische Außenministerium mit, dass der Vorschlag derzeit geprüft werde.
Das Gremium, dem Trump selbst vorsteht, soll die strategische Aufsicht über die Übergangsverwaltung im Gazastreifen übernehmen. Zu den Aufgaben gehören die Koordination internationaler Wiederaufbaumaßnahmen, die Sicherstellung von Transparenz bei Finanzflüssen sowie die regionale Diplomatie. Dem Exekutivrat gehören bereits hochrangige Persönlichkeiten an, darunter US-Außenminister Marco Rubio, der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, der Weltbank-Präsident Ajay Banga sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner.
Parallel zur Bildung dieses Rats wurde die Einsetzung einer internationalen Stabilisierungstruppe (International Stabilization Force, ISF) angekündigt, die unter der Leitung des US-Generals Jasper Jeffers stehen soll. Diese Maßnahmen folgen auf die Einsetzung eines technokratischen palästinensischen Komitees, das die täglichen Regierungsgeschäfte in dem durch den Konflikt schwer zerstörten Gebiet führen soll. Der seit Oktober bestehende Waffenstillstand gilt als fragil, da beide Konfliktparteien sich gegenseitig Verstöße vorwerfen.