In Washington kam es zu einem symbolträchtigen Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und der venezolanischen Oppositionspolitikerin María Corina Machado. Machado überreichte dem Präsidenten ihre Friedensnobelpreis-Medaille als Zeichen der Anerkennung für dessen Einsatz gegen das Regime in Caracas. Das Nobelpreis-Institut wies jedoch darauf hin, dass eine offizielle Übertragung des Preises rechtlich nicht möglich sei. Während Machado Trump als Schlüsselfigur für die Freiheit Venezuelas lobte, hält das Weiße Haus offiziell an der Unterstützung der Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez fest.
Zeitgleich festigen die USA ihre Beziehungen in Europa. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico reiste nach Washington, um ein bilaterales Abkommen zur Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie zu unterzeichnen. Kernpunkt der Vereinbarung ist die Errichtung eines neuen Reaktorblocks im Kraftwerk Jaslovské Bohunice mit US-amerikanischer Technologie des Unternehmens Westinghouse. Fico, der die US-Militäraktion in Venezuela zuvor kritisiert hatte, betonte die Bedeutung der Kooperation für die Energiesicherheit seines Landes.
Innenpolitisch sieht sich Trump derweil scharfer Kritik ausgesetzt. US-Historiker wie Jacob Heilbrunn warnen vor einer zunehmend autoritären Amtsführung. Besonders Trumps Drohungen, das als „Insurrection Act“ bekannte Aufstandsgesetz von 1807 anzuwenden, sorgen für Besorgnis. Dieses Gesetz erlaubt den Einsatz des Militärs im Inland, was Kritiker als potenzielles Werkzeug zur Unterdrückung demokratischer Prozesse und zur Ausweitung präsidentieller Macht werten.