Im Rahmen seines Friedensplans für den Gazastreifen hat US-Präsident Donald Trump die Mitglieder des sogenannten „Board of Peace“ (Friedensrat) benannt. Das Gremium, dem Trump selbst vorsitzt, soll die zweite Phase des Friedensprozesses einleiten, die insbesondere den Wiederaufbau und eine vorübergehende zivile Verwaltung des Gebiets zum Ziel hat.
Zu den prominentesten Mitgliedern des Exekutivstabs zählen der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie US-Außenminister Marco Rubio. Ebenfalls berufen wurden der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der Präsident der Weltbank Ajay Banga und der Finanzinvestor Marc Rowan. Laut Angaben aus dem Weißen Haus soll jedes Mitglied einen spezifischen Aufgabenbereich übernehmen, darunter die wirtschaftliche Stabilisierung, die Gewinnung von Investitionen sowie die regionale Diplomatie.
Parallel dazu wurde die Einsetzung einer technokratischen palästinensischen Verwaltung unter der Leitung von Ali Sha’ath angekündigt. Diese soll das operative Tagesgeschäft im Gazastreifen führen, während der Friedensrat die strategische Aufsicht behält. Ziel des Gremiums sei es zudem, in Zusammenarbeit mit Ägypten, der Türkei und Katar die Demilitarisierung der Region und die Zerstörung von Tunnelanlagen sicherzustellen. Kritiker bemängeln indes die Struktur des Rates als paternalistisch, während die US-Regierung von einer notwendigen internationalen Partnerschaft zur Stabilisierung der Lage spricht.