In den vergangenen Tagen hat sich die Sicherheitslage in den Skigebieten der Alpen sowie im Kaukasus drastisch verschlechtert. In Österreich und der Schweiz kam es zu mehreren tödlichen Lawinenabgängen, die einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslösten.
Tödliche Unfälle in Österreich und der Schweiz
In den österreichischen Bundesländern Salzburg und Steiermark verloren insgesamt acht Menschen ihr Leben. Im Salzburger Pongau ereigneten sich zwei schwere Unglücke: Am Finsterkopf im Großarltal wurden sieben Skitourengeher verschüttet, von denen vier nur noch tot geborgen werden konnten. Nahe Bad Hofgastein starb eine Frau unter den Schneemassen. In der steirischen Gemeinde Pusterwald kam für drei tschechische Skitourengeher jede Hilfe zu spät, nachdem sie von einer Lawine erfasst worden waren.
Auch in der Schweiz wurde ein Todesopfer gemeldet. Ein deutscher Skifahrer verstarb am Piz Badus im Kanton Graubünden, nachdem er als Teil einer siebenköpfigen Gruppe verschüttet worden war. Vier weitere Mitglieder der Gruppe erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen.
Verletzte bei Ski- und Bergtouren
Neben den Lawinenopfern kam es zu weiteren schweren Unfällen. In Damüls, Vorarlberg, stürzte ein 21-jähriger Snowboarder im freien Gelände und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. Er wurde bewusstlos in ein Krankenhaus geflogen. Am Hählekopf in Bezau verunglückte eine erfahrene deutsche Tourengeherin bei einer geführten Abfahrt im Sulzschnee und musste aufgrund einer Handverletzung per Hubschrauber geborgen werden.
Lawinen-Drama im russischen Dombai
Im russischen Skigebiet Dombai raste eine gewaltige Lawine auf ein Hotel zu. Berichten zufolge konnten sich die Anwesenden rechtzeitig in Sicherheit bringen, sodass es in diesem Fall bei Sachschäden blieb. Die Behörden in allen betroffenen Regionen warnen weiterhin vor der instabilen Schneedecke und mahnen zu höchster Vorsicht abseits der gesicherten Pisten.