Lewis Hamilton hat seinen Wunsch bekräftigt, ein Formel-1-Rennen in Afrika zu bestreiten, bevor er seine aktive Karriere beendet. Der Brite, der seit 2025 für Ferrari an den Start geht, unterstrich die Bedeutung einer Rückkehr des Kontinents in den Rennkalender. Seiner Ansicht nach könne die Formel 1 nicht weiterhin global expandieren, ohne Afrika zu berücksichtigen, das seit 1993 keinen Grand Prix mehr ausgerichtet hat.
In seinen Äußerungen schlug Hamilton einen kritischen Ton gegenüber der kolonialen Vergangenheit und der bisherigen Ignoranz der Sportart gegenüber dem afrikanischen Markt an. Er erklärte, dass er sich verpflichtet fühle, dieses Projekt voranzutreiben. Trotz politischer Bemühungen, insbesondere aus Südafrika, bleibt die Umsetzung jedoch eine Herausforderung. Der südafrikanische Sportminister Gayton McKenzie räumte zuletzt ein, dass ein Rennen im Jahr 2027 nicht realisierbar sei, da der Kyalami Grand Prix Circuit erst die notwendige FIA-Zertifizierung erhalten müsse.
Neben Südafrika zeigt auch Ruanda Interesse an der Austragung eines Rennens. Hamilton gab an, dass ihm von F1-CEO Stefano Domenicali versichert worden sei, dass ein Afrika-Grand-Prix Priorität habe. Der 41-jährige Rekordweltmeister, der Spekulationen über einen baldigen Rücktritt zuletzt zurückwies, sieht in diesem Vorhaben einen wesentlichen Teil seines Vermächtnisses für den Sport.