Das Justizministerium der Vereinigten Staaten hat eine erhebliche Menge an Dokumenten, die im Zusammenhang mit dem Fall des verstorbenen Multimillionärs Jeffrey Epstein stehen, aus dem öffentlichen Zugriff entfernt. Berichten zufolge wurden mehr als 47.000 Aktenseiten, die zuvor in einer Online-Datenbank des Ministeriums einsehbar waren, offline genommen. Dieser Schritt erfolgte ohne vorherige Ankündigung und hat eine Debatte über die Transparenz in diesem brisanten Fall ausgelöst.
Die Dokumente umfassen Informationen über das Netzwerk von Epstein sowie Details zu den Ermittlungen gegen ihn und seine Komplizin Ghislaine Maxwell. Ein Sprecher des Justizministeriums begründete die Maßnahme damit, dass die Akten einer erneuten rechtlichen Prüfung unterzogen werden müssten. Es solle sichergestellt werden, dass keine Datenschutzrechte verletzt oder sensible Informationen über Opfer und Zeugen unrechtmäßig preisgegeben würden.
Kritiker und Beobachter äußern Besorgnis darüber, dass durch diesen Schritt wichtige Informationen über prominente Kontakte Epsteins der öffentlichen Kontrolle entzogen werden könnten. Jeffrey Epstein war im Jahr 2019 in einer Gefängniszelle verstorben, während er auf seinen Prozess wegen des Vorwurfs des Menschenhandels und sexuellen Missbrauchs wartete. Die rechtliche Aufarbeitung seines Umfelds dauert bis heute an.