Das Wiener Landes-Gericht hat am Mittwoch ein wichtiges Urteil gesprochen. Der Angeklagte heißt Egisto Ott. Er arbeitete früher beim Bundes-Amt für Verfassungs-Schutz und Terrorismus-Bekämpfung. Das kurze Wort dafür ist BVT. Das BVT war ein Geheim-Dienst in Österreich.
Das Gericht sagt: Egisto Ott ist schuldig. Er bekommt eine Strafe von 4 Jahren und 1 Monat Haft. Die Geschworenen haben das einstimmig entschieden. Ein Geschworenen-Gericht besteht aus normalen Bürgern, die über die Schuld entscheiden. Ott hat laut Gericht sein Amt missbraucht.
Er hat Daten über Personen gesammelt. Er hatte dafür keinen Auftrag. Diese Daten gab er an den russischen Geheim-Dienst FSB weiter. Auch 3 Dienst-Handys von wichtigen Beamten gab er weiter. Diese Handys waren vorher bei einem Ausflug in das Wasser gefallen.
Zudem verkaufte er einen Laptop mit geheimen Informationen. Dafür soll er 20.000 Euro bekommen haben. Der Kontakt nach Russland lief über Jan Marsalek. Jan Marsalek war früher ein Chef bei der Firma Wirecard. Er wird jetzt weltweit gesucht.
Ein weiterer Polizist war mit angeklagt. Er soll Daten von Handys kopiert haben. Egisto Ott sagt: Ich bin unschuldig. Er meint, er habe für einen westlichen Dienst gearbeitet. Das Urteil ist noch nicht rechts-kräftig. Das bedeutet: Das Urteil gilt noch nicht endgültig.