Martin Kocher ist der Chef der Österreichischen National-Bank. Er sagt: Die Preise für viele Dinge steigen immer weiter. Das nennt man Inflation. Wenn die Inflation hoch bleibt, muss die EZB handeln. Die EZB ist die Bank für ganz Europa. Sie könnte die Zinsen erhöhen.
Hohe Zinsen machen Kredite teurer. Das soll das Steigen der Preise stoppen. Im April hat die EZB die Zinsen nicht erhöht. Kocher sagt: Das war in Ordnung. Aber man darf nicht zu lange warten. Besonders die Preise für Energie sind sehr hoch.
Der Grund für die hohen Preise ist auch der Krieg. Im Nahen Osten gibt es viel Gewalt. Das schadet der Wirtschaft in Europa. Auch in Österreich und Deutschland merkt man das. Kocher warnt vor einer Stag-flation. Das ist eine Mischung aus wenig Wachstum und hohen Preisen.
Es gibt auch Sorge wegen der Löhne. Wenn alles teurer wird, wollen Menschen mehr Geld. Das kann die Preise noch weiter nach oben treiben. Kocher nennt das Zweit-Runden-Effekte. Am 11. Juni gibt es ein Treffen der EZB. Dort wird über die Zinsen entschieden.
Kocher spricht auch über die Freiheit der Banken. Politiker sollen sich nicht einmischen. Er nennt als Beispiel Donald Trump aus den USA. Eine National-Bank muss alleine entscheiden können. Nur so bleibt das Geld sicher.