Die Polizei hat am Mittwoch viele Wohnungen durchsucht. Das geschah in 12 von 16 Bundes-Ländern. Rund 600 Beamte waren im Einsatz. Die Aktion richtet sich gegen 36 junge Personen. Sie sollen zu zwei kriminellen Gruppen gehören. Die Gruppen heißen Jung und Stark sowie Deutsche Jugend voran. Die Mitglieder sind oft sehr jung. Der jüngste Verdächtige ist erst 16 Jahre alt. Die Gruppen gibt es seit dem Jahr 2024. Sie vernetzen sich im Internet und bei Treffen. Sie rufen zu Gewalt gegen politische Gegner auf. Auch Menschen aus der queeren Szene sind Ziele ihrer Angriffe.
Die meisten Verdächtigen wohnen in Nord-Rhein-Westfalen. Dort gibt es 9 Beschuldigte. Auch in Brandenburg, Sachsen und Berlin gab es Durch-Suchungen. In Hessen und Rhein-Land-Pfalz waren die Ermittler ebenfalls aktiv. Die Polizei hat niemanden festgenommen. Es ging vor allem darum, Beweise zu finden. Den Personen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Einige sollen auch Menschen verletzt haben. Die Bundes-Anwaltschaft in Karlsruhe leitet die Ermittlungen. Das Bundes-Kriminal-Amt hilft dabei.
Fach-Leute sagen: In diesen Gruppen herrscht eine Kultur der Gewalt. Die Mitglieder zeigen sich oft aggressiv in der Öffentlichkeit. Zum Beispiel bei Paraden zum Christopher Street Day. Bundes-Justiz-Ministerin Stefanie Hubig macht sich Sorgen. Sie sagt: Rechts-Extremismus ist eine große Gefahr für die Demokratie. Die Gruppen greifen die Zukunft unserer Gesellschaft an. Die Polizei will mit der Aktion ein Zeichen setzen. Sie beobachtet neue Gruppen in der rechten Szene schon länger. Oft gründen sich diese Gruppen zuerst im Internet.