In Bolivien gibt es viel Streit. Präsident Rodrigo Paz hat nun den Ausnahme-Zustand ausgerufen. Das bedeutet: Das Militär darf jetzt im Land helfen. Die Soldaten sollen Straßen-Blockaden räumen. Seit 50 Tagen sperren Menschen wichtige Wege ab. Die Wirtschaft im Land steht fast still. Es fehlen Benzin und Lebensmittel. Auch Medikamente sind knapp geworden. Durch die Blockaden starben mindestens 14 Menschen. Kranken-Wagen kamen nicht rechtzeitig zum Kranken-Haus.
Der Streit begann im Mai. Die Regierung wollte kein Geld mehr für Treib-Stoff bezahlen. Dadurch wurde Benzin für die Menschen sehr teuer. Die Menschen sind wütend über die hohen Kosten. Sie fordern den Rück-Tritt vom Präsidenten. Es gab zwar Gespräche mit einer Gewerk-Schaft. Aber viele Gruppen machen bei den Protesten weiter. Besonders Menschen vom Land protestieren heftig. Eine starke Gruppe heißt Tupac Katari.
Diese Gruppe kämpft für die Rechte von Ur-Einwohnern. Sie fordern auch die Freiheit für Gefangene. Die Stadt La Paz war zeit-weise von der Umwelt abgeschnitten. In dieser Stadt leben 2 Millionen Menschen. Der Präsident will mit dem Militär die Ruhe erzwingen. Er sagt: Der Ausnahme-Zustand ist nötig für die Ordnung.