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Folter-Prozess gegen syrische Ex-Beamte in Wien

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In Wien hat ein wichtiger Prozess begonnen. Zwei Männer aus Syrien stehen vor Gericht. Einer war ein hoher General beim Geheim-Dienst. Der andere leitete die Polizei in der Stadt Rakka. Sie sollen zwischen 2011 und 2013 Menschen gefoltert haben. 21 Zivilisten sind laut Anklage betroffen. Die Opfer wurden geschlagen und mit Strom gequält. Auch von sexueller Gewalt ist die Rede. Die Angeklagten sagen, sie sind unschuldig. Der General behauptet, er habe nichts von Folter gewusst. Er sieht sich selbst als Kritiker der Regierung. Zeugen nennen den zweiten Mann den Todes-Engel. Er soll Gefangene selbst misshandelt haben. Insgesamt 16 Opfer wollen vor Gericht aussagen. Der Prozess findet unter strengem Schutz der Polizei statt. Das Gericht nutzt das Weltrechts-Prinzip. Das bedeutet: Schwere Verbrechen können überall bestraft werden. Es ist egal, wo die Taten passiert sind. Es ist auch egal, welche Staats-Bürgerschaft die Täter haben. Der Prozess soll mehrere Wochen oder Monate dauern. Experten und Ärzte helfen dem Gericht bei der Klärung.

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Begriffserklärungen

Weltrechtsprinzip
Dieses Gesetz erlaubt es Gerichten, schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu bestrafen. Das gilt auch, wenn die Taten in einem anderen Land begangen wurden.
Geheimdienst
Eine staatliche Organisation, die heimlich Informationen sammelt, um die Sicherheit eines Landes oder einer Regierung zu schützen.
Zivilist
Eine Person, die nicht zum Militär oder zur Polizei gehört. Also ein normaler Bürger.

Personen

Khalid Muhsen al-Halabi
Ein ehemaliger Brigadegeneral des syrischen Geheimdienstes, der in Wien wegen Folter angeklagt ist.
Mussab Abou Rokbh
Früherer Leiter der Kriminalpolizei in Rakka, dem ebenfalls Folterverbrechen vorgeworfen werden.
Bashar al-Assad
Der langjährige Herrscher von Syrien, dessen Regime für viele Gewaltverbrechen verantwortlich gemacht wird.

Orte

Wien
Die Hauptstadt von Österreich, wo der Strafprozess am Landesgericht stattfindet.
Rakka
Eine Stadt im Norden von Syrien, in der die mutmaßlichen Folter-Taten stattgefunden haben.

Quellen

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