In Venezuela gab es zwei sehr schwere Erd-Beben. Die Erde bebte am Mittwoch-Abend kurz hinter-einander. Das erste Beben hatte eine Stärke von 7,2. Das zweite Beben war mit 7,5 noch stärker. Es war das schlimmste Erd-Beben in dem Land seit über 120 Jahren. Die Erdstöße waren so stark, dass man sie auch in den Nachbar-Ländern spüren konnte.
Die Katastrophe traf vor allem den Norden von Venezuela. Besonders schlimm ist die Lage in der Stadt La Guaira und in der Haupt-Stadt Caracas. In La Guaira sind ganze Häuser-Reihen eingestürzt. Auch in Caracas fielen große Hoch-Häuser einfach zusammen. Viele Menschen wurden unter den Trümmern begraben. Bis jetzt haben Helfer 188 Tote gefunden. Mehr als 1.000 Menschen sind verletzt.
Die Zahl der Opfer kann noch viel höher werden. Fach-Leute befürchten, dass bis zu 100.000 Menschen gestorben sein könnten. Sehr viele Menschen werden noch vermisst. Auf Internet-Seiten suchen Angehörige nach ihren Familien. Bisher stehen dort Namen von fast 40.000 vermissten Personen. Die Rettungs-Arbeiten sind sehr schwierig, weil viele Straßen und der Flug-Hafen kaputt sind.
Hilfe kommt jetzt aus vielen Ländern. Deutschland schickt Flug-Zeuge mit Hilfs-Gütern. Die Schweiz sendet 80 Experten und Spür-Hunde. Auch der Papst hat 100.000 Euro gespendet. Die Menschen in Venezuela brauchen dringend Essen, Trink-Wasser und Zelte. Viele Menschen schlafen aus Angst vor Nach-Beben im Freien. Die Regierung hat den Not-Stand ausgerufen.