In Österreich melden jeden Tag fast 19 Firmen eine Insolvenz an. Das bedeutet, sie können ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Im ersten Halbjahr 2026 gab es 3.401 Pleiten. Das sind 2,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Experten sagen aber: Die Lage ist immer noch ernst.
Ein großes Problem sind abgewiesene Verfahren. Das passiert, wenn eine Firma nicht einmal 4.000 Euro besitzt. Dieses Geld braucht man für den Start eines Verfahrens. Die Zahl dieser Fälle stieg um über 7 Prozent an. Die Gläubiger bekommen dann gar kein Geld zurück. Das schadet auch gesunden Firmen.
Besonders die Gastronomie leidet stark. Dort stiegen die Pleiten um über 8 Prozent an. Hohe Kosten für Energie und Personal sind die Gründe. Auch im Bau-Gewerbe und im Handel gibt es viele Pleiten. In Kärnten stiegen die Zahlen sogar gegen den Trend an. In Tirol gab es dagegen deutlich weniger Pleiten.
In Wien gab es fast die Hälfte aller Pleiten in Österreich. Die Schulden aller Firmen zusammen sind aber gesunken. Das liegt an weniger großen Fällen bei Immobilien-Firmen. Ein bekannter Fall ist eine Stiftung von René Benko. Sie hat 1,7 Milliarden Euro Schulden.
Auch kleine Betriebe sind betroffen. Ein Friseur aus Klagenfurt musste zum Beispiel aufgeben. Er hatte Probleme, genug Personal zu finden. Jetzt sollen Mitarbeiter den Salon vielleicht übernehmen. Privat-Personen haben im Moment etwas weniger Schulden-Probleme.