Das italienische Abgeordneten-Haus hat eine neue Wahl-Reform bestätigt. 217 Abgeordnete stimmten für den Plan der Regierung. 152 Personen stimmten dagegen. Jetzt muss noch der Senat über den Plan entscheiden.
Die Reform führt ein reines Proporz-System ein. Das bedeutet: Die Sitze werden nach dem Anteil der Stimmen verteilt. Wenn ein Bündnis mehr als 42 Prozent der Stimmen bekommt, erhält es extra Sitze. Das nennt man einen Mehrheits-Bonus.
Die Regierung sagt: Das Land bekommt so eine stabile Mehrheit. Die Opposition kritisiert den Plan aber sehr stark. Sie nennt das Gesetz eine Täuschung. Kritiker sagen: Giorgia Meloni will nur ihre Macht für die Wahl im Jahr 2027 sichern.
In der Regierung gab es zuletzt Streit. Die Parteien waren sich bei dem Thema Vorzugs-Stimmen nicht einig. Trotzdem hielt die Koalition beim wichtigen Wahl-Gesetz zusammen. Nach der Sommer-Pause geht die Debatte im Senat weiter.