In Italien gibt es viel Streit um ein Urteil. Ein Juwelier namens Mario Roggero muss für fast 15 Jahre ins Gefängnis. Das hat das höchste Gericht entschieden.
Im Jahr 2021 überfielen drei Räuber sein Geschäft. Sie bedrohten seine Familie mit einem Messer und einer Spielzeug-Pistole. Die Räuber flüchteten dann mit der Beute.
Der 72 Jahre alte Mann lief hinterher. Er schoss den Räubern in den Rücken. Zwei Räuber starben dabei. Ein dritter Räuber wurde schwer verletzt.
Viele Politiker aus rechten Parteien finden das Urteil zu hart. Giorgia Meloni ist die Chefs der Regierung in Italien. Sie sagt: Die Strafe ist zu hoch. Andere Verbrecher bekommen oft weniger Jahre Haft.
Vize-Chef Matteo Salvini besuchte den Juwelier im Gefängnis. Er möchte, dass der Staats-Präsident dem Mann vergibt. Man nennt das eine Begnadigung. Auch die Ehefrau von Roggero bittet um Hilfe.
Manche Juristen sagen aber: Der Juwelier war nicht mehr in Gefahr. Die Räuber waren schon auf der Straße. Deshalb ist es keine Selbst-Verteidigung, sondern Selbst-Justiz.