Tamas Sulyok ist der Staats-Präsident von Ungarn. Er hat am Samstag neue Gesetze unterschrieben. Diese Gesetze ändern die Verfassung von Ungarn. Eine Verfassung ist das wichtigste Gesetz-Buch eines Landes. Durch die Änderung verliert Sulyok sein Amt.
Sein Dienst endet am Montag. Sulyok kritisierte die Entscheidung des Parlaments. Er nannte sie einen Miss-Brauch von Macht. Er sagte aber auch: Ich kann rechtlich nichts dagegen tun. Sulyok gilt als Freund von Viktor Orban.
Viktor Orban war früher Minister-Präsident. Der neue Minister-Präsident heißt Peter Magyar. Er nannte Sulyok eine Marionette von Orban. Magyar möchte den Staat Ungarn umbauen. Er will die alten Macht-Strukturen auflösen.
Die neue Verfassungs-Novelle bringt viele Änderungen. Abgeordnete dürfen ab 2030 nur noch 12 Jahre im Parlament sein. Das würde Orban eine neue Kandidatur verbieten. Auch Verfassungs-Richter müssen mit 70 Jahren aufhören.
Bis zur Wahl eines neuen Staats-Chefs übernimmt Agnes Forsthoffer die Aufgaben. Sie ist die Parlaments-Präsidentin. Das Parlament hat nun 30 Tage Zeit. Dann muss es einen neuen Präsidenten wählen. Magyar plant zudem eine ganz neue Verfassung.