In Spanien gibt es großen Streit um das Thema Wohnen. Die Regierung von Pedro Sánchez wollte zwei neue Gesetze beschließen. Diese Gesetze sollten Mieter besser schützen. Zum Beispiel sollten Zwang-Räumungen bis zum Jahr 2030 verboten werden. Das gilt für Menschen, die keine andere Wohnung finden. Auch sollten Mieten nicht mehr so stark steigen dürfen.
Das Parlament hat die Gesetze aber abgelehnt. Die Partei Junts aus Katalonien stimmte mit Nein. Auch die rechten Parteien PP und Vox waren dagegen. Sie sagen: Die Gesetze schaden dem Markt. Es gäbe dann noch weniger Wohnungen. Die Regierung hat nun keine Mehrheit mehr im Parlament. Deshalb könnte es schon im November Neu-Wahlen geben.
In vielen Städten wie Madrid und Barcelona protestieren tausende Menschen. Sie sind wütend über die Entscheidung. Viele schlafen in Zelten auf öffentlichen Plätzen. Ein Grund für den Protest war die Räumung einer 87 Jahre alten Frau. Sie musste ihre Wohnung in Madrid verlassen. Die Menschen fordern jetzt einen General-Streik für das Recht auf Wohnen.