In Österreich gibt es neue Pläne für Universitäten. Die Konferenz der Rektoren möchte die Pflicht für Latein ändern. In Zukunft sollen Studenten für viele Fächer kein Latein mehr brauchen. Das betrifft mehr als die Hälfte der bisherigen Studien-Gänge.
Bisher brauchen Studenten in etwa 50 Fächern Latein-Kenntnisse. Das nennt man auch Latinum. Die Rektoren schlagen vor, diese Pflicht für 15 Fächer zu streichen. Dazu gehören Medizin und Jura. Auch für fast alle Lehramts-Studien soll Latein nicht mehr nötig sein. Nur wer später selbst Latein unterrichtet, muss es weiter lernen.
Manche Fächer behalten die Latein-Pflicht aber bei. Dazu gehören Philosophie und Kunst-Geschichte. Auch für katholische Theologie bleibt Latein wichtig. Brigitte Hütter ist die Chefin der Universitäten-Konferenz. Sie sagt: Viele Studenten machen die Latein-Prüfung erst ganz am Ende. Das zeigt: Man kann den Stoff auch ohne Latein gut verstehen. Der Bildungs-Minister muss nun entscheiden.