In den USA sind neue Dokumente und Videos im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verstorbenen Banker Jeffrey Epstein herausgekommen. Im Mittelpunkt stehen mehrstündige Videoaufnahmen von Befragungen des früheren US-Präsidenten Bill Clinton. Diese Befragungen fanden im Rahmen von Zivilklagen statt.
In diesen Aufnahmen spricht Clinton über seine Treffen mit Epstein. Er betont mehrmals, dass er von Epsteins kriminellen Machenschaften nichts gewusst habe. Er sagte, er habe Epstein nur wegen dessen wohltätiger Arbeit oder bei Flügen in dessen Privatjet getroffen.
Gleichzeitig rückt Sarah Ferguson, die Herzogin von York, wieder stärker in den Fokus der Ermittlungen. Aus den nun veröffentlichten Akten geht hervor, dass Ferguson Epstein im Jahr 2011 besucht haben soll. Zu dieser Zeit verbüßte Epstein eine Haftstrafe wegen Sexualstraftaten in Florida.
Diese neuen Informationen zeigen, wie weit Epsteins Verbindungen in hohe gesellschaftliche und politische Kreise reichten. Die jetzigen Unterlagen wurden durch eine Anordnung eines Gerichts in New York zugänglich gemacht. Dieses Gericht hatte die schrittweise Veröffentlichung von Beweismaterial aus abgeschlossenen Verfahren gegen Epsteins Vertraute Ghislaine Maxwell angeordnet.
Experten sehen in diesen Veröffentlichungen einen weiteren Schritt, um den Fall Epstein juristisch und gesellschaftlich aufzuarbeiten.